Börsen-Zeitung | 7 Tage Märkte

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Für SAP liegt die Latte hoch

Für SAP liegt die Latte hoch

Legt man den Aktienkurs zugrunde, war das erste Halbjahr für SAP ein Erfolg: Seit Jahresstart haben die Papiere gut 30% zugelegt, fast dreimal so stark wie der Dax. Diese starke Performance spiegelt sich in den Einschätzungen der Analysten wieder, erklärt Sebastian Schmid, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, im Podcast #7TageMärkte. Die Zahlen für das zweite Quartal verkünden die Walldorfer am späten Montagabend um 22 Uhr deutscher Zeit.

Auf Dauer könne SAP allerdings nur erfolgreich sein, wenn die Kunden die Technologien auch nutzen und darin einen Mehrwert sehen, betont Schmid. „Aktuell ist natürlich die Erwartung hoch, wegen KI-Integration und weiterem.“ Doch ob die Kunden tatsächlich daraus Nutzen ziehen können, müsse sich erst noch zeigen. „SAP bemüht sich deshalb auch besonders darum, ihnen dabei zu helfen, diesen Nutzen auch zu finden.“

Welche Anstrengungen SAP dabei unternimmt, wie die jüngsten Zukäufe auf die Strategie einzahlen und was sich SAP von Apple abschauen könnte, erklärt Schmid im Podcast. Außerdem gibt es eine Vorschau auf die Zahlenvorlagen bei Tesla, BASF und der Deutschen Bahn sowie den Überblick über die wichtigsten Termine in der 30. Kalenderwoche.

EZB, Eurogruppe/Ecofin, Netflix u.v.m. | Ausblick KW29

Die 29. Kalenderwoche steht bevor und hat einen bunten Strauß an interessanten Themen und Terminen zu bieten. Unter anderem stehen Treffen von Eurogruppe und Ecofin an und der Streaming-Dienst Netflix legt Zahlen zum 2. Quartal vor. Ein besonderer Fokus liegt jedoch auf der letzten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) vor der Sommerpause, in der es um die künftigen geldpolitischen Weichenstellungen gehen wird.
Warum nicht mit einer weiteren Zinssenkung zu rechnen ist und welche Faktoren für die datenbasierten Entscheidungen der EZB derzeit besonders relevant sind, erläutert Martin Pirkl, Währungspolitischer Korrespondent, im Gespräch mit Franz Công Bùi. Im Anschluss daran spricht Letzterer mit Detlef Fechtner, Politischer Chefreporter, sowie Karolin Rothbart, Redakteurin im Unternehmensressort, über weitere Themen und Ereignisse, die in der kommenden Woche wichtig werden.

US-Banken, Kreditgenossen, Gerresheimer, Fielmann u.v.m. | Ausblick KW28

In wenigen Tagen eröffnen die ersten US-Investmentbanken die Berichtssaison. Im Vorfeld tun sie vieles, um die Stimmung bei den Aktionären zu verbessern: Einige der US-Größen haben die Dividenden erhöht, außerdem werden umfassende Rückkaufprogramme aufgelegt. Diese Impulse kommen in einer Zeit, in der die Banken auch vor Herausforderungen stehen, erklärt Alex Wehnert, Korrespondent der Börsen-Zeitung in New York, im Podcast #7TageMärkte.

„Ich muss höhere Zinsen zahlen auf Einlagen inzwischen, selbst als Großbank, und das sorgt natürlich für Druck auf die Nettozinsmargen“, sagt er. Zudem wächst in der Branche die Sorge vor höheren Zahlungsausfällen. Buybacks und Dividendenerhöhungen seien da „ein gutes Mittel, um die Aktionäre mit Blick auf diese Entwicklung bei Laune zu halten“, berichtet Wehnert.

Wie lange die Banken an ihren Buyback-Programmen festhalten können, ist allerdings offen. Regulatorische Anforderungen wie Basel III bringen strengere Vorgaben, nach den jüngsten Fed-Stresstest steigen die Mindestanforderungen an die harten Kernkapitalquoten. Für die Banken ist das ein Dilemma, berichtet Wehnert. Wie Goldman-Sachs-CEO David Solomon reagiert und welche Optionen den US-Banken nun bleiben, erklärt er im Podcast.

In Deutschland berichtet unterdessen der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken über den konsolidierten Jahresbericht, Gerresheimer legt Zahlen zum zweiten Quartal vor und bei Fielmann steht die Hauptversammlung an. Diese Themen und den Ausblick auf die wichtigsten Termine der Kalenderwoche 28 gibt es in der neuen Episode von #7TageMärkte.

EZB-Forum, UK-Wahlen, DIRK-Konferenz, EU-Strafzölle u.v.m. | Ausblick KW27

Die anstehende 27. Kalenderwoche strotzt nur so vor gewichtigen Terminen – und das auch jenseits der Fußball-Europameisterschaft. So stehen die vor fünf Wochen überraschend angekündigten Neuwahlen im Vereinigten Königreich an. Die Strafzölle der EU gegen China treten in den nächsten Tagen in Kraft. Und die 27. DIRK-Konferenz findet in Frankfurt statt. Im besonderen Fokus der Anleger liegt jedoch das EZB-Forum im portugiesischen Sintra, wo sich Notenbanker aus aller Welt treffen, um über zentrale geld- und fiskalpolitische Themen zu diskutieren.

Das Motto der diesjährigen Notenbankkonferenz lautet „Monetary policy in an era of transformation“. Welche Unsicherheiten mit dem allgegenwärtigen Wandel einhergehen und welche Konsequenzen das für die Geldpolitik hat, erläutert Martin Pirkl, Währungspolitischer Korrespondent, im Gespräch mit Franz Công Bùi, der im Anschluss daran mit Andreas Hippin, Korrespondent in London, über die Wahlen zum britischen Unterhaus spricht. Und danach stellt er gemeinsam mit Sabine Reifenberger weitere Themen und Ereignisse vor, die in der kommenden Woche wichtig werden.

Nike, Renk, Dax-Indizes, EU-Gipfel u.v.m. | Ausblick KW26

Wenn Nike am Donnerstag frische Geschäftszahlen präsentiert, hoffen Investoren auf eine Trendwende. Auf Jahressicht hat die Aktie des US-Konzerns 14% verloren, während das Papier von Wettbewerber Adidas um 25% zugelegt hat. Nike leidet unter schwacher Nachfrage in China, zudem fehlt dem Sportartikelhersteller ein Verkaufsschlager im Sneaker-Bereich, wo Adidas mit Retro-Modellen wie Gazelle und Samba punktet. Im Straßenbild ist Nike allerdings in diesen Tagen dank der Fußball-EM sehr präsent: „Nike ist nicht zum ersten Mal, aber auch dieses Mal der Sportartikelanbieter, der die meisten Teams ausrüstet“, erklärt Joachim Herr aus dem Münchener Büro der Börsen-Zeitung im Podcast #7TageMärkte. „Es sind ja 24 Mannschaften, die an der EM teilnehmen. Und neun davon laufen mit dem Swoosh auf dem Trikot, also mit Nike-Trikots auf den Platz.“

Von 2027 an soll auch das deutsche Nationalteam im Nike-Dress antreten. Der US-Konzern löst Adidas ab, die seit 1950 die DFB-Mannschaften ausgerüstet hatte. „Es ging am Ende schließlich um das Geld“, sagt Herr. Nike soll dem Vernehmen nach etwa doppelt so viel zahlen wie bisher Adidas. Die EM ist jedenfalls auch für die Herzogenauracher lukrativ: Im ersten Quartal hat der Umsatz mit Fußballschuhen und Fußballbekleidung bei Adidas bereits deutlich zugelegt. Bei Puma dagegen sind die Erwartungen an den EM-Effekt begrenzt. Puma statte Mannschaften aus, die eher Außenseiterstatus haben, erklärt Herr. Und auch die Auswirkungen der Europameisterschaft für die Gesamtwirtschaft halten Ökonomen für überschaubar. Das „Sommermärchen“ im Jahr 2006 habe jedenfalls nicht zu einer signifikanten Steigerung der Konsumausgaben geführt.

Abseits des Fußball steht in der kommenden Woche die Hauptversammlung des Börsenneulings Renk an, Spitzenpolitiker treffen sich zu einem zweitägigen EU-Gipfel und es gibt erneut Veränderungen bei den Dax-Indizes. Diese Themen und einen Überblick über die wichtigsten Termine der Kalenderwoche 26 gibt es in der neuen Episode von #7TageMärkte.

Bank of England, Eurogruppe, Ecofin u.v.m. | Ausblick KW25

Die bevorstehende 25. Kalenderwoche hat einen konjunkturpolitischen Schwerpunkt. Zum einen findet ein Treffen der Eurogruppe und der Finanzminister der Europäischen Union, dem Ecofin-Rat, statt. Zum anderen ist die geldpolitische Sitzung der Bank of England im Fokus, zumal sie unter dem Stern der überraschend angekündigten Neuwahlen im Vereinigten Königreich steht.
Warum angesichts des kurzfristig anberaumten Urnengangs klar ist, dass die Bank of England bei der Sitzung am 20. Juni den Leitzins bei 5,25% belassen wird, und welche Faktoren für die Geldpolitik der britischen Zentralbank mittelfristig wichtige Rollen spielen, erläutert Andreas Hippin, Korrespondent in London, im Gespräch mit Franz Công Bùi, der im Anschluss daran gemeinsam mit Sabine Reifenberger weitere Themen und Ereignisse vorstellt, die in der kommenden Woche wichtig werden.

Apple, Federal Reserve, Bank of Japan, HHLA u.v.m. | Ausblick KW24

Neue iPhone-Modelle und technologische Innovationen: Mit den Ankündigungen auf der Worldwide Developers Conference, der internationalen Entwicklerkonferenz, hat Apple in den vergangenen Jahren regelmäßig für Aufsehen gesorgt. Und in diesem Jahr? Beobachter gehen davon aus, dass man nach neuen iMacs oder sonstiger Hardware wohl vergeblich suchen wird. „Stattdessen steht das Trendthema der Märkte aus den vergangenen Monaten einmal wieder im Mittelpunkt: künstliche Intelligenz“, sagt Alex Wehnert, Korrespondent der Börsen-Zeitung in New York.

CEO Tim Cook will die Apple-Produkte mit neuen Funktionen auf Basis lernfähiger Algorithmen ausrüsten. Dabei könnten auch Entwicklungen von Wettbewerbern wie Google und deren Konzernmutter Alphabet zum Einsatz kommen. Alphabet könnte sich mit solch einem Deal auf einen Schlag Milliarden neuer Nutzer sichern, erklärt Wehnert – allerdings sei längst nicht ausgemacht, dass Apple nicht auch noch mit anderen Anbietern wie der von Microsoft gestützten Aleph Alpha kooperieren wird.

Neben der Entwicklerkonferenz blickt der Podcast voraus auf zwei anstehende Zinsentscheide: Die US-Notenbank Fed und die Bank of Japan werden über Zinsschritte beraten. Außerdem lädt der Hafenlogistiker HHLA zur Hauptversammlung. Dies und die Übersicht über die wichtigsten Termine der Kalenderwoche 24 gibt es in der neuen Episode von #7TageMärkte.

EZB, FlatexDegiro, Global Female Leaders Summit, Europawahl u.v.m. | Ausblick KW23

Nach all den durch Feiertage verkürzten Wochen steht wieder eine volle Arbeitswoche bevor. Und die 23. Kalenderwoche hat es in sich, denn es stehen in verschiedenartiger Hinsicht spannende Termine an. Unter anderem findet der Global Female Leaders Summit statt, ein Networking-Event für Frauen in Führungspositionen. Dann könnte es bei der Hauptversammlung von FlatexDegiro eine Kampfabstimmung geben. Und bei den Wahlen für das Europaparlament werden sich wohl die politischen Gewichte verschieben.

Noch stärker im Fokus der Märkte wird jedoch die geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank stehen. Denn die meisten Beobachter gehen davon aus, dass sie die Zinswende einläuten wird. Welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen und wie die Geldpolitik der EZB sich mittelfristig ausgestalten könnte, erklärt Martin Pirkl, Währungspolitischer Korrespondent, im Gespräch mit Franz Công Bùi. Im Anschluss daran erörtert Björn Godenrath, Redakteur im Bankenressort, mit welch harten Bandagen die Kontrahenten bei FlatexDegiro in die HV gehen. Und Sabine Reifenberger stellt anschließend weitere Themen und Ereignisse vor, die in der kommenden Woche wichtig werden.

Finanzmärkte, VW, Encavis, Aroundtown u.v.m. | Ausblick KW22

Der 28. Mai markiert für die globalen Finanzmärkte eine Zäsur: Dann stellt Amerika auf das sogenannte „T+1-Settlement“ um. Die Abwicklung von Wertpapiergeschäften in den USA, Mexiko und Kanada erfolgt dann nicht mehr wie bislang zwei Handelstage nach einer Transaktion, sondern nur noch einen Handelstag nach dem Trade. „Das ist ein Schritt, mit dem die US-Börsenaufsicht, die SEC, die Effizienz im Sinne der Investoren stärken will“, erklärt Alex Wehnert, Korrespondent der Börsen-Zeitung in New York, im aktuellen Podcast #7TageMärkte. Doch das Vorgehen hat Folgen für viele internationale Transaktionen. Beispielsweise wickeln Assetmanager in Europa Transaktionen, die sie in US-Dollar getätigt haben, häufig über das übergeordnete Abrechnungssystem CLS ab. Die Zeit, die ihnen dafür bleibt, verkürzt sich jedoch durch die Umstellung auf wenige Stunden.
In Europa und in einigen weiteren Finanzmärkten werden Trades auch nach dem 28. Mai weiterhin erst nach zwei Handelstagen abgewickelt. Allerdings könnten die Geschwindigkeiten sich auch wieder angleichen: „Mittelfristig gibt es durchaus die Hoffnung, dass auch die Europäische Union und andere wichtige Märkte eine Umstellung des Settlement-Zyklus auf T+1 beschließen werden“, erklärt Wehnert. „Für die EU ist vielleicht sogar schon im laufenden Jahr denkbar, dass so ein Vorschlag kommt.“

An weiteren Themen hält der Podcast dieses Mal den Ausblick auf die Hauptversammlung von VW, auf den Stand der Übernahmepläne bei Encavis sowie die Zahlenvorlage von Aroundtown bereit, und es gibt den Überblick über die wichtigsten Termine in der Kalenderwoche 22.

Janet Yellen, J.P. Morgan, Morgan Stanley, OLB u.v.m. | Ausblick KW21

Am Dienstag wird hoher Besuch in Frankfurt erwartet: Janet Yellen soll die Ehrendoktorwürde der Frankfurt School of Finance entgegennehmen. Geehrt wird die US-Finanzministerin und ehemalige Chefin der Notenbank Federal Reserve für ihre Forschung zu Arbeitsmärkten, Geldpolitik und makroökonomischer Stabilität. Zwar seien Yellens Texte immer „sehr scharfsinnig“, nicht minder beeindruckend sei sie aber als Person, berichtet Stephan Lorz, Ressortleiter Wirtschaftspolitik der Börsen-Zeitung, über seine Begegnung mit Yellen im Podcast #7TageMärkte.

Als Finanzministerin muss Yellen nun eine völlig andere Perspektive einnehmen als in ihrer Rolle bei der Fed: „Das Umschaltspiel war für sie wahrscheinlich schwierig, jetzt gewissermaßen zu sehen: ‚Oh, die hohen Zinsen stören mich als Finanzministerin, weil der Schuldendienst dann teurer wird.‘“, sagt Lorz. Welche Herausforderungen Yellen derzeit politisch zu bewältigen hat und welche Eigenschaft der frühere US-Präsident Barack Obama ihr zuschreibt, berichtet Lorz im Podcast.

Außerdem laden J.P. Morgan und Morgan Stanley zu ihren Hauptversammlungen und es gibt frische Zahlen von der OLB und dem Handyhersteller Xiaomi.